Reiseführer Harbin
Harbin ist die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang und liegt in der Songnen-Ebene im Nordosten Chinas am Ufer des Songhua-Flusses. Durch den starken russischen und europäischen Kultureinfluss entstand ein einzigartiges kontinentaleuropäisches Stadtbild – daher die Beinamen „Moskau des Ostens“ und „Paris des Ostens“.
Im Winter ist Harbin mit dem internationalen Eis- und Schneefestival und der Welt der Eiskunst weltberühmt und wird „Eisstadt“ genannt; im Sommer ist das Klima angenehm kühl und ein idealer Ort zur Erholung.
Sehenswürdigkeiten
Zentralstraße (Zhongyang Dajie) – eine der längsten Fußgängerzonen Asiens mit Pflastersteinpflaster und zahlreichen Bauten im Barock- und Renaissance-Stil; Sophienkirche – eine byzantinische orthodoxe Kirche und Wahrzeichen Harbins; Welt der Eiskunst – ein winterliches Eiswunder und Reich der Eisskulpturen; Sonneninsel (Taiyang Dao) – eine Insel im Songhua-Fluss mit Schneeskulpturenfestival und Feuchtlandschaft; Songhua-Fluss und Hochwasserschutzdenkmal – Flussuferpanorama und städtische Erinnerung; Gogol-Straße und Altstadt Laodaowai – europäische Gassen und Alltagsleben; Nordosttiger-Wildpark – Tiger aus nächster Nähe; Yabuli-Skigebiet – ein Winterparadies zum Skifahren; Museum für die Beweise der Verbrechen der japanischen Invasionseinheit 731 – ein Ort des Gedenkens.
Spezialitäten
Guobaorou (frittiertes Schweinefleisch in süß-saurer Sauce), Rotwurst (Qiulin Lidaosi), Da Lieba (russisches Brot), Madieer-Eis am Stiel, Schweineschlachtfest-Gerichte, gegrillte kalte Nudeln, Eintopf im Eisentopf, Demoli-Fischeintopf, Harbiner Bier sowie russische Küche auf der Zentralstraße.
Beste Reisezeit
Der Winter (Dezember–Februar) ist die goldene Jahreszeit für das Eisfestival und die Welt der Eiskunst, erfordert aber wegen der extremen Kälte warme Kleidung; der Sommer (Juni–August) ist angenehm kühl und ideal zur Erholung; Frühling und Herbst sind kurz, aber landschaftlich klar und schön.
Verkehrshinweise
Der internationale Flughafen Harbin Taiping sowie der Bahnhof Harbin und der Westbahnhof Harbin verbinden die Stadt mit vielen Orten des Landes; U-Bahn und Busse sind praktisch, die Zentralstraße und die Sophienkirche liegen im Bezirk Daoli und sind zu Fuß erreichbar; nach Yabuli und Xuexiang gelangt man mit dem Hochgeschwindigkeitszug oder per Charterfahrzeug.
Reiseempfehlungen
Klassische Zwei-Tages-Tour: Am ersten Tag die Zentralstraße, die Sophienkirche und das Ufer des Songhua-Flusses erkunden; am zweiten Tag die Sonneninsel besuchen und abends im Winter die Welt der Eiskunst bewundern. Eine Drei-Tages-Tour kann um Laodaowai, den Nordosttiger-Wildpark oder Skifahren in Yabuli erweitert werden.
Reisetipps
Im Winter können die Temperaturen auf minus 20 bis 30 Grad fallen – unbedingt Daunenjacke, Mütze, Handschuhe und rutschfeste Schuhe mitnehmen; elektronische Geräte verlieren bei Kälte schnell Energie, daher warm halten; im Sommer sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht groß, eine leichte Jacke ist empfehlenswert.
Geheimtipps
Frühmorgens auf der Zentralstraße das Licht- und Schattenspiel auf dem Pflasterstein und den europäischen Bauten genießen; nachmittags in Laodaowai bei alteingesessenen Restaurants die nordostchinesische Küche entdecken; abends am Ufer des Songhua-Flusses spazieren und den Sonnenuntergang beobachten; im Winter eine Abendvorstellung der Welt der Eiskunst erleben und die kälteste und zugleich lebendigste Seite der Eisstadt spüren.
Tagesausflüge in die Umgebung
Yabuli-Skigebiet – Skiurlaub; Xuexiang (Shuangfeng Forstfarm) – Schneepilze und Waldmeer-Schneelandschaft; Wolga-Landgut – russisches Gut; Wudalianchi – Vulkanlandschaft und Mineralquellen; auch Ausflüge nach Changchun oder Shenyang sind möglich.